Los Cristianos – Arona – Vilaflor – El Retamar (Cañadas)

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Region

Daten

StartLos Cristianos (Autobahnabfahrt)
ZielEl Retamar (Passhöhe am Eingang zum Nationalpark Cañadas del Teide)
Erstellungsdatum2003-01-28
Höhe2150 m
Höhendiff.2050 m
Länge33.5 km
Mittl. Steigung6.1 %
Max. Steigung9 %
Schwierigkeit*****
Wegpunkte km 3.9 (335 m): La Camella (links abbiegen nach Arona)
km 7.7 (590 m): Arona (Kreuzung im Ort, links abbiegen)
km 13.7 (975 m): La Escalona (Kreuzung am Ortseingang)
km 21.1 (1345 m): Vilaflor (Kreuzung/Tankstelle)
StreckenverlaufKML- Google Maps - OVL

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Beschreibung

Die Fahrt von Meereshöhe bis zum über 2000 m hoch gelegenen Nationalpark "Cañadas del Teide" gehört sicher zu den Höhepunkten eines Radurlaubs auf Teneriffa - selbst in den Alpen gibt es nur wenige Anstiege, die mehr als 2000 Höhenmeter am Stück überwinden. Dabei ist der gesamte Anstieg ausgesprochen gleichmäßig und enthält praktisch keine extrem steilen Rampen.

Die ersten Kilometer sind allerdings ausgesprochen unangenehm: Um aus dem Tourismusmoloch Los Cristianos/Playa de las Américas herauszukommen, bleibt einem nichts anderes übrig, als auf vierspurigen Schnellstraßen ohne Radwege oder befestigte Seitenstreifen zur Autobahnauffahrt "Los Cristianos" zu fahren. Da ich den Autobahnzubringer erst nach einigen Irrwegen gefunden habe, beginnt das gezeigte Höhenprofil nicht direkt am Hafen, sondern an der Autobahnauffahrt.

Auch nachdem man die Autobahn unterquert hat, muss man zunächst auf der stark befahrenen Hauptstraße Richtung Valle de San Lorenzo bleiben. Wenigstens ist nun zunächst ein befestigter Seitenstreifen vorhanden, dessen Qualität allerdings recht stark schwankt. Die ganze Zeit geht es kontinuierlich mit ca. 6% bergauf.

Knapp 4 km nach der Autobahn hat man es dann endlich geschafft: Im Ort "La Camella" geht es links ab in Richtung Teide, und danach findet man sich auf einer wenig befahrenen Nebenstraße (leider mit ziemlich schlechtem Asphalt) wieder und ist dem Lärm und den Abgasen entronnen. Von nun an geht es - je nach Neigung des Geländes teils gerade, teils in weiten Serpentinen - lange und gleichmäßig einen fast nur mit Gras, Kakteen und niedrigen Sträuchern bewachsenen Hang hinauf, der sich in mehreren Stufen bis auf 1400 m Höhe zieht. Obwohl es Januar war, kam ich in der prallen Sonne (Südhang!) ordentlich ins Schwitzen - im Sommer kann diese Strecke sicher zum Härtetest werden.

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Auf der ersten Geländestufe (ca. 600 m ü.NN.) liegt das Dorf Arona. Vom Ortseingang hat man diesen Blick hinunter zur Küste in der Nähe des Flughafens Teneriffa-Süd. Die weißen Flächen sind überdachte Gemüseplantagen. In der Ortsmitte biegt man links ab in Richtung Vilaflor/Teide. Es folgt ein kurzes, etwas steileres Stück aus dem Ort hinaus, aber bald pendelt sich die Steigung wieder bei ca. 6% ein. Nach der Ortschaft La Escalona (zweite Geländestufe, ca. 1000 m ü.NN.) wird die Straße spürbar flacher. Der Asphalt ist allerdings nach wie vor ziemlich schlecht.
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Auf der dritten Geländestufe erreicht man schließlich Vilaflor, mit ca. 1400 m das höchstgelegene Dorf Teneriffas. Gleich am Ortseingang gibt es eine Tankstelle, an der man die Nahrungs- und Getränkedepots für das letzte Drittel des Anstiegs auffüllen kann. Weiter geht es auf einer ganz neu hergerichteten, perfekt asphaltierten Straße durch lichten Kieferwald. (Um den hier gezeigten Blick auf Vilaflor zu haben, muss man am Ortsende scharf links abbiegen und eine kurze, steile Rampe hochfahren.) In weit geschwungenen Kurven windet sich die Straße nun schier endlos, aber mit moderater Steigung durch den allmählich dünner werdenden Wald, bis hinter einer Rechtskurve recht unvermittelt die Passhöhe auftaucht.
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Geschafft! Die Höhenangabe von 2100 m dürfte eher untertrieben sein - plausibler erscheint mir anhand meines Tachos (2174 m), korrigiert durch Kartenangaben und andere Schilder, eine Höhe von ca. 2150 m.
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Blick von der Passhöhe auf die Nachbarinseln La Gomera...
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...und La Palma.
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Nach einer kurzen Abfahrt (im obigen Profil nicht mehr enthalten) erreicht man die Straßenkreuzung "Boca del Tauce" (ca. 2000 m ü.NN.). Der Blick von hier über die Lavalandschaft des Nationalparks "Cañadas del Teide" und auf den Teide (mit 3718 m der höchste Berg Spaniens) ist einfach überwältigend. An der Flanke des Nebengipfels "Pico Viejo" erkennt man anhand der dunkleren Lava deutlich die Spuren des vorläufig letzten Ausbruchs vor gut 200 Jahren.
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Letzte Änderung: 2009-11-02